Lektion 02: Konkurrenz- und Potenzialanalyse für Nischenseiten

Ist meine Idee überhaupt profitabel?

Wenn Du den ersten Teil unserer Serie gelesen hast, solltest Du jetzt eine lange Liste mit Ideen für Nischenseiten vor dir liegen haben. Jetzt musst Du diese auf Potenzial und Konkurrenz überprüfen. Bevor Du loslegst, stell dir folgende Frage: Möchtest Du eine Ratgeber- oder produktbezogene Nischenseite aufbauen?

Nischenseiten Konkurrenzanalyse

Ratgeber oder produktbezogene Nischenseite aufbauen?

Das ist die erste Frage, die Du dir stellen musst. Nimm Deine Ideen und teile Sie in diese beiden Kategorien ein. Der Aufwand bei der Erstellung und das Potenzial der Nischenseite unterscheiden sich teilweise erheblich.

Was sind Ratgeber Nischenseiten?

Auf Ratgeber-Nischenseiten steht das Problem im Vordergrund. Dein Besucher hat dieses Problem und Sucht nach einer Lösung. Er weiß eigentlich noch gar nicht welche Produkte (Lösungen) er benötigt. Deine Inhalte müssen Tiefgang und echten Mehrwert liefern. Nur dann wird sich dein Besucher gut aufgehoben fühlen und am Ende Produkte kaufen, die Du anbietest. Du solltest diese Art von Nischenseite nur auswählen, wenn dich das Thema wirklich interessiert, Du einen guten Schreibstil hast oder jemanden kennst der das für Dich übernimmt.

Da der Schwerpunkt auf gute und regelmäßige Inhalte liegt, wirst Du zwangsläufig mit viel mehr Keywords in den Suchergebnissen der Suchmaschinen gefunden werden. Der Aufwand ist nicht zu unterschätzen. Dafür lässt sich deine Seite thematisch erweitern, weil Du nicht auf ein bestimmtes Produkt fixiert bist.

Deine Ratgeber-Seite sollte nicht mit plumper Werbung zugepflastert sein. Außerdem veröffentlichst Du regelmäßig neue Artikel zu deinem Thema. Dadurch kannst Du dir eine lebhafte Community aufbauen, Social Media Kanäle und Newsletter Marketing effektiv für dich nutzen. Du wirst als Experte wahrgenommen und hast viel bessere Möglichkeiten Kooperationen einzugehen. Mit Linkbuilding musst Du Dich, wenn es gut läuft überhaupt nicht beschäftigen, weil die Links von ganz alleine entstehen werden.

Außerdem eröffnet Dir eine Ratgeber-Nischenseite viele unterschiedliche Möglichkeiten bei der Monetarisierung. Du kannst eigene digitale Produkte wie Ebooks oder Videokurse anbieten. Coaching ist je nach Thema und den eigenen rhetorischen Stärken denkbar.

Mit einer starken Community und organisch gewachsenen Links im Rücken wird deine Nischenseite auf lange Zeit gut aufgestellt sein. Für neue Marktteilnehmer wird es viel schwieriger dir Konkurrenz zu machen, weil deine Nischenseite nicht ohne genau so große Anstrengungen 1 zu 1 nachzubauen ist.

Was sind produktbezogene Nischenseiten?

Bei Produktbezogenen-Nischenseiten steht das Produkt im Vordergrund. Dein Besucher weiß schon was er braucht, um sein Problem loszuwerden und sucht noch weitere Informationen, um letztendlich zu kaufen. Klar musst Du auf solchen Nischenseiten dem Besucher deutlich machen, wo seine Probleme liegen und was er braucht, um diese los zu werden. Da die Seite viel fokussierter auf eine Produktsparte ausgerichtet ist, wirst Du hier viel weniger Inhalte veröffentlichen als auf Ratgeber Seiten. Durch diese Ausrichtung ist es auch meist nicht möglich das Themenspektrum im Nachhinein beliebig zu erweitern.

Die klassischen produktbezogenen Nischenseiten haben meist so um die 5 bis 10 Unterseiten. Neben Onepager, gibt es ausnahmen nach oben – keine Frage. Der Aufbau solcher Seiten ist meist viel einfacher als bei Ratgeberseiten. Du baust diese Seite fertig und lässt sie dann einfach laufen ohne großartig neue Inhalte zu veröffentlichen. Klar Du hast viel weniger Aufwand, aber eine Community wirst Du so niemals aufbauen und Social Media ist mit dieser Strategie verlorene Zeit.

Wenn deine Nischenseite Produkt-Test.de oder Produkt-Vergleich.de heißt, kann Du sicher sein, das Du es schwer haben wirst, organisch wachsende Links mit deinem Projekt zu generieren. Diese Art von Nischenseite ist in der online Szene schon lange bekannt und hat nicht unbedingt immer den besten Ruf. Du wirst also je nach Nische, definitiv Zeit in Off-Page-SEO investieren müssen.

Was bei solchen Nischenseiten mir immer wieder positiv auffällt ist, dass Du bereits mit wenigen Besuchern direkt vom Start weg Einnahmen erzeugen kannst. Außerdem sind diese Nischenseiten gut skalierbar. Desto mehr produktbezogene Nischenseiten – desto mehr Einnahmen.

Welche Art von Nischenseite soll ich erstellen?

Beide Arten von Nischenseiten haben für dich Vor- und Nachteile. Du solltest in deinem Portfolio, eine Mischung aus beiden Nischenseiten Typen habe. Mit den produktbezogenen kannst Du viel ausprobieren und schneller Einnahmen erzielen. Und mit den Ratgeber Nischenseiten kannst Du dir feste Stützpfeiler für die Zukunft aufbauen. Mach beides!

Wie viel Menschen interessieren sich für die Idee?

Um den Traffic abzuschätzen, kannst Du den kostenlosen Keyword Planer verwenden oder wie ich zu Market Samurai* greifen. Beide Tools machen das gleiche, mit Market Samurai kann ich allerdings besser arbeiten. Da ich den Google Keyword Planer nicht nutze, kann dir Peer auf Selbständig-im-Netz.de die Nutzung sicher besser erklären.

Trage deine Ideen ein und starte die Suche. Du wirst nun einen Schätzwert bekommen, wie viele Suchanfragen im Monat bei Google zu deinem Keyword gestellt werden. Wenn für Keyword XY 1000 Suchanfragen im Monat angezeigt werden, heißt das noch lange nicht das Du diese tausend Besucher im Monat bekommst. Erstens sind die Zahlen ungenau und zweitens verteilen sich diese Suchanfragen auf die verschiedenen Positionen in den Google Rankings.

Für mich dient diese Abfrage lediglich, um überhaupt eine grobe Einschätzung zu bekommen. Wenn Du nämlich ein Thema gefunden hast, das in der Zukunft erst richtig zündet, wird dir die Anzahl der Suchanfragen gar nicht weiterhelfen. Bei Longtail Keywords stimmen die Zahlen fast überhaupt nicht mehr. Ich habe schon Keywords im Planer gefunden die mir statt 50 Besucher, jeden Monat über 1500 Besucher bringen. Deswegen hängt euch nicht an diesen Zahlen auf.

Im Keyword Planer wird auch die Konkurrenz angezeigt. Da sich diese Anzeige hauptsächlich auf die bezahlten Suchanzeigen bezieht, achte ich fast gar nicht darauf. Es ist trotzdem ein Hinweis, wie viel in diesem Markt los ist.

Im Screenshot unten siehst Du Nischenseiten Ideen die ich analysiert habe. Bei Market Samurai gibt es viele Einstellungen und Filter. Ich beschränke mich auf das wesentliche. So ist es für dich einfacher zu verstehen. Als Zeitraum für die Werte habe ich 1 Monat hinterlegt. Du kannst die Daten auch auf Wochen oder Tagesbasis erheben.

  • Searches = monatliche Suchanfragen bei Google.
  • SEOT = Traffic, wenn Du bei Google auf Platz 1 stehst.
  • SEOTCR = gibt an, wie viele andere Seiten auf das Keyword optimiert sind. Niedriger ist besser für uns.
  • TAComp = gibt an in wie vielen externen Links dieses Keyword vorkommt. Niedriger ist besser für uns.
  • Trends = hier siehst Du, ob es ein Saisonales Thema ist oder über das komplette Jahr gleichmäßig gesucht wird.
  • AWCPC = zeigt dir, was eine bezahlte Suchanfrage pro Klick bei Google kosten würde. Falls Du später mit Google Adsense Geld verdienen möchtest, ist hier höher besser für dich.

Auf den ersten Blick finde ich das Keyword auf Platz 3 mit 4.440 Suchanfragen ziemlich interessant. Die Konkurrenz (SEOTCR & TAComp) ist hier schwach. Trotzdem hat das Keyword gute Klickpreise (AWCPC).

Market Samurai - Ideen auf Traffic und Konkurrenz prüfen

Market Samurai – Ideen auf Traffic und Konkurrenz prüfen

  • Deine Aufgabe: Überprüfe für deine Ideen die monatlichen Suchanfragen und mach dir ein eigenes Ranking.

Wer ist deine Konkurrenz?

Zuerst der etwas umständliche aber kostenlose Weg. Öffne deinen Browser im Inkognito Modus. Nur so bekommst Du die rohen Suchergebnisse ohne Personalisierung angezeigt. Im Beispiel unten, siehst Du neben einigen online Shops und Preisvergleichen auch zwei Nischenseiten zum Thema Funkklingel.

Google Suchergebnisse analysieren

Google Suchergebnisse analysieren

Diese beiden Nischenseiten schauen wir uns genauer an. Die Rankings für dieses Keyword sind bei beiden schon mal nicht schlecht. Vielleicht gibt es etwas, das wir besser machen können.

Was direkt auffällt, die Seite ist lieblos gemacht und wurde scheinbar in kurzer Zeit „hingeklatscht“. Kein Logo, keine harmonischen Farben und kein richtiges Menü. Mich würde das abschrecken. Klar Impressum und Datenschutzerklärung sind wichtig, aber diese Seiten gehören doch nicht in das Hauptmenü. Die Nischenseite besteht aus der Startseite, mit etwas Hintergrund-Informationen über Funkklingeln, und einzelnen Produktseiten, auf denen die Klingeln vorgestellt werden. Es gibt so viele verschiedene Arten von Funkklingeln. Hier hätte man ohne weiteres noch fünf Unterseiten anlegen können. Viel verschenktes Potenzial!

Funkklingeln.com - Analyse

Funkklingeln.com – Analyse

Etwas besser macht es die andere Nischenseite. Es gibt zumindest ein passendes Hintergrundbild und der Ersteindruck wirkt stimmiger. Hier hat sich jemand zumindest etwas Gedanken für das Design gemacht. Auf der Startseite findet man einige nützliche Informationen über Funkklingeln und rechts in der Sidebar kommt man zu einer Hand voll Produktvorstellungen. Auch bei dieser Seite habe ich wieder den Eindruck, hier wurde nur schnell, schnell, schnell gemacht. Es könnte viel mehr mit Textformatierungen, Bildern oder Videos gearbeitet werden.

Funkklingeltest.com - Analyse

Funkklingeltest.com – Analyse

Erkenntnis: Die beiden Nischenseiten sind nicht wirklich komplett optimiert. Hier gibt es viele Ansatzpunkte für Verbesserungen. Gute Voraussetzungen um diese Seiten zu verdrängen. Das diese beiden Seiten trotz ihrer Schwächen so weit oben bei Google gelistet werden, sagt mir das die Konkurrenz nicht stark sein kann.

  • Deine Aufgabe: Überprüfe deine Konkurrenten. Was machen diese gut und was schlecht?

Wie stark ist die Konkurrenz in den Suchergebnissen?

Für diese Konkurrenz Analyse nutze ich erneut Market Samurai. Das integrierte SEO Competition Modul liefert mir in Sekunden eine detaillierte Übersicht zu meiner Konkurrenz. Falls Du auf kostenlose Tools zurückgreifen möchtest, dann schau dir SEO Quake, MozBar oder die AHREFS SEO Toolbar an. Ich verwende diese Tools allerdings nicht selber, deswegen sollen andere dir die Nutzung erklären. Eine Anleitung für SEO Quake findest Du bei Eisy.eu und für die MozBar im Foxblog. Mit den gerade genannten kostenlosen Tools dauert die Konkurrenz Analyse definitiv länger als mit Market Samurai.

Im Screenshot unten ist das SEO Competition Modul in Market Samurai zu sehen. Für jedes Keyword kannst Du dir hier mit einem Klick diese Übersicht anzeigen lassen. Peer hat auf Affiliate-Marketing-Tipps.de bereits die Bedeutung aller Werte intensiv erklärt. Einige sind extrem nützlich um die Konkurrenz zu bewerten. Andere sind ziemlich überflüssig und bringen uns nicht weiter. Hier ein paar Beispiele wieso ich von machen Werten nichts halte. Der Pagerank wird nicht mehr aktualisiert. In das Dmoz Verzeichnis kann sich fast jeder eintragen. Backlinks von .edu und .gov Seiten spielen auf dem deutschen Markt keine Rolle.

Wenn ich das SEO Competition Tool nutze, wandert mein erster Blick auf die OnPage-Analyse . Wird das Keyword im Title, in der URL, in der Description oder im Header verwendet. Grün steht für nicht optimiert. Umso mehr Rot zu sehen ist, desto stärker ist die Seite für das Keyword optimiert. Mein zweiter Blick landet bei der OffPage-Analyse. RDD zeigt die Anzahl der eingehenden Links auf die komplette Domain an. Ein hoher Wert bedeutet eine starke Domain. RDP und BLP zeigen wie viele Links direkt auf die einzelne URL zeigen. Wenn der Wert niedrig oder sogar 0 ist, können wir mit wenigen guten Links die Seite theoretisch überholen.

Im Screenshot unten siehst Du direkt das die beiden Nischenseiten nur durch die Onpage Optimierung und die klare Fokussierung so weit oben stehen. Alle anderen Shops ranken nur so gut, weil die komplette Domain durch ihre vielen tausenden Links so stark ist. Onpage schlägt meiner Meinung nach die meisten starken OffPage-Seiten, wenn eine Spezialisierung vorhanden ist.

Market Samurai - SEO Competition - Funkklingel

Market Samurai – SEO Competition – Funkklingel

  • Deine Aufgabe: Überprüfe die Stärke deiner direkten Konkurrenten.

Backlinkprofil von direkten Konkurrenten analysieren

Um zu sehen, wie stark die direkten Konkurrenten sind, lohnt sich ein Blick in das Backlinkprofil. Ich nutze dafür das bekannte kostenlose Online Tool backlink-tool.org. Der Dienst findet zwar nicht im Ansatz so viele Links wie kostenpflichtige Tools. Um einen Eindruck von der Stärke der Backlinks zu bekommen, reicht das allemal.

Wenn das Backlinkprofil zum größten Teil aus Bookmarks, Links aus Kommentaren, Katalogen und Artikelverzeichnissen besteht, ist das ein gutes Zeichen. Mit ein paar wirklich guten Links können wir an dem Konkurrenten vorbeiziehen. Sollten dir ein paar gute Links im Profil auffallen, dann Speicher dir die Quellen direkt weg. Vielleicht kannst Du diese später nutzen.

Sinnlos ist es das Backlinkprofil von Amazon oder anderen großen Seiten zu untersuchen. Aus den Millionen Links wirst Du kein Muster ableiten können.

  • Deine Aufgabe: Überprüfe die Linkpower deiner direkten Konkurrenten.

Die zeitliche Entwicklung deiner Idee prüfen

Die drei Screenshots über Google Trends unten sind fast schon selbsterklärend. Unsere Funkklingel hat eine leicht ansteigende Kurve. Was diese Nische noch interessanter für uns macht. Die DVD Player sind auf dem Weg in die Bedeutungslosigkeit. Und ein Interesse an Schlauchbooten besteht eigentlich nur im Sommer. Das muss nicht schlecht sein. Für viele Nischenseiten ist die kalte Jahreszeit die Umsatzstärkste. Um dieses Ungleichgewicht zu beseitigen, ist es keine dumme Idee einige Saisonalen Themen im Portfolio zu haben.

Google Trends - Funkklingel

Google Trends – Funkklingel

Google Trends - DVD Player

Google Trends – DVD Player

Google Trends - Schlauchboot

Google Trends – Schlauchboot

  • Deine Aufgabe: Überprüfe für deine Ideen das Interesse im zeitlichen Verlauf mit Google Trends.

Kann ich mit meiner Nischenseite Geld verdienen?

Zuerst solltest Du herausfinden, wo es die Produkte die Du bewerben möchtest überhaupt gibt. In vielen Fällen wir das Partnerprogramm von Amazon für dich die erste Wahl sein. Fast jeder hat ein Amazon Konto. Amazon genießt vertrauen wie kaum ein anderer Online-Shop. Die vielen Bewertungen zu den Produkten unterstreichen das noch zusätzlich. Ich erziele bei Amazon im Durchschnitt eine Conversion Rate von ca. 6,5 Prozent. Bei anderen Shops sieht das leider deutlich schlechter aus. Wenn jemand über deine Affiliate-Links bei Amazon kauft, werden automatisch alle anderen Artikel im Warenkorb vergütet. Ein netter Beifang quasi!

Ein Nachteil beim Amazon Partnerprogramm jedoch ist die kurze Cookie Laufzeit von nur 24 Stunden. Wenn jemand deinen Affiliate Link anklickt und nach 25 Stunden erst etwas kauft, bekommst Du keine Provision mehr gutgeschrieben. Gerade bei teuren Artikeln, die man nicht mal so eben spontan kauft, kann sich das Negativ auf die Provision auswirken.

Du solltest bei deiner Nischenseite Produkte mit vielen Bewertungen und einem hohen Verkaufsrang bewerben. So kannst Du sicher sein, dass die Produkte wirklich nachgefragt werden.

Je nach Produktkategorie werden bei Amazon verschiedene Provisionen gezahlt. Wie Du in der Tabelle sehen kannst, lohnt es sich überhaupt nicht mehr Produkte wie Fernseher, Smartphones oder Tablets aktuell über Amazon zu bewerben. Andere Kategorien dagegen sind mit bis zu 10% Provision äußerst interessant.

Amazon Partnerprogramm Provisionen

Amazon Partnerprogramm Provisionen

 

Wie finde ich passende Partnerprogramme?

Es gibt aktuell mehrere tausend Affiliate Partnerprogramme auf dem Markt. Um möglichst schnell das passende Programm zu finden, nutze ich die Suchmaschine von 100Partnerprogramme.de. Andere Partnerprogramme bieten meist ganz unterschiedliche Provisionsmodelle oder Cookie Laufzeiten an. Neben prozentualen Vergütungen, gibt es auch feste Beträge, die Du pro Verkauf gutgeschrieben bekommst. Die Cookie Laufzeit reicht von 24 Stunden wie bei Amazon bis zu manchmal 180 Tagen.

Schaut euch die online Shops, die ihr bewerben möchtet genau an und stellt euch die Frage würde ich hier selber kaufen wollen? Es bringt nichts nur auf die hohe Provision zu schielen und am Ende nichts zu verkaufen. Die beworbene Seite sollte ein seriöses Erscheinungsbild haben, eine gewisse Bekanntheit und gut nutzbar sein. Klickt euch zum Test mal durch den kompletten Verkaufsprozess durch. Nur so könnt ihr sicher sein, dass die Besucher die ihr dort hinschickt wirklich am Ende kaufen. Viele Bezahlmethoden, kostenloser Versand sowie Trust-Siegel etc. sind weitere positive Eigenschaften, die der Shop mitbringen sollte.

Wie teuer müssen die Produkte sein?

Du wirst nicht viele Produkte unter 10 Euro finden, für die es sich lohnt, eine Nischenseite zu erstellen. Das liegt wahrscheinlich einfach daran, das solche Produkte meistens nicht erklärungsbedürftig sind. Diese Produkte werden ohne weiter nachzudenken in den Warenkorb legt – und gekauft! Es gibt definitiv ausnahmen. Ich will das gar nicht pauschalisieren.

Eine meiner erfolgreichsten Nischenseiten, die ich über Amazon monetarisiere, bietet Produkte im Bereich von 10 bis 50 Euro an. Meine Provision liegt pro Verkauf bei ca. 1 Euro. Allerdings scheint die Hürde für die Besucher so niedrig zu sein, das ich jeden Tag mehrere Sales habe – und das seit locker 1,5 Jahren. Ich habe bei Amazon schon Produkte beworben, die über 1500 € kosten. Da hatte ich auf einen schlag ca. 75 € Provision – für einen Sale. Bei einem vermittelten Kredit über 20.000 € waren es mal 475 € Provision. Das komm aber extrem selten vor – zumindest bei mir.

  • Geringer Verkaufspreis = höhere Anzahl an Verkäufen mit niedriger Provision.
  • Hoher Verkaufspreis = niedrige Anzahl an Verkäufen mit hoher Provision.

Der Ideale Verkaufspreis für Produkte liegt also irgendwo in der Mitte. Man liest immer wieder von Produkten im Bereich von um die 200 €. Diese Zahl stammt noch aus Zeiten, als es bei Amazon die 10 Euro Deckelung bei den Provisionen gegeben hat. Deswegen würde ich mich nicht mehr so sehr an diese Zahl klammern.

  • Deine Aufgabe: Überprüfe, ob es seriöse Online-Shops gibt, die ein Partnerprogramm anbieten und deine Produkte verkaufen.

 Wie sieht deine Nischenseiten Konkurrenzanalyse aus? Schreib mir in die Kommentare, falls Du Fragen hast!


Artikelserie: Schritt für Schritt Anleitung für Nischenseiten. Verpasse keinen Artikel!

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Über Johannes

Johannes ist der Gründer der Nischenpresse. Wenn du Fragen hast oder dein Wissen mit mir teilen möchtest, dann schreib doch einen Kommentar oder klicke auf Kontakt. Kontakt: Webseite | Facebook | Twitter | Google+ | Weitere Artikel

27 Kommentare zu Lektion 02: Konkurrenz- und Potenzialanalyse für Nischenseiten

  1. Stephan Selbach // 1. September 2015 um 21:38 // Antworten

    Hallo Johannes!

    Die Erklärung zur Keyword Research Analyse von MS finde ich gut! Kurz und prägnant, so dass sogar ich es verstehe…:-)
    Ich baue gerade meine erste Nischenseite auf (22200 Suchvolumen und keine nennenswerte Konkurrenz laut MS und SECockpit). Aber ich bin mir noch nicht so sicher, ob das was wird (habe da so ein komisches Bauchgefühl). Aber letztenendes soll es eh etwas zum „Warmlaufen“ werden und ich werde nicht böse sein, wenn nur die Hosting-Kosten reinkommen…
    Mir fiel bei meinen Recherchen aber auf, dass es einige Nischenseiten in guten Nischen gibt (sprich geringe Konkurrenz, schlecht optimiert und viel Suchvolumen) die ziemlich gut aussehen, gut optimiert sind und auch schon länger online sind, aber dennoch auf den Seiten vier bis 10 hängen (bleiben?).
    Das gibt mir schon zu denken…

    • Hallo Stephan,

      wenn es deine erste Nischenseite ist, dann starte einfach! Auch wenn es kein Erfolgt wird, darf man nicht gleich aufgeben. Manchmal dauert es Monate bis sich eine Seite entwickelt. Baue diese auf und widme dich dann dem nächsten Projekt.

      Wenn Du Fragen hast, schreib mir!

      Viele Grüße
      Johannes

  2. Hallo Johannes, erst mal ein Lob für diesen klasse Artikel.
    Was ist Dein Ziel bzw. sollte das Ziel einer Nischenseite sein- z.B. 1000 Euro Invest in 3 Monaten für Texte, Bilder & Co. um dann 100, 200, 500 Euro mtl. zu verdienen mit welchem mtl. Aufwand? 2, 5, 10 neue Artikel pro Monat und aktive Linkrecherche und Linkbuilding?
    Wie ist Deine Erfahrung in diesem Bereich bzw. wie ist hier Dein Ansatz?

    • Hallo Doro,

      danke für deinen Kommentar. Da ich meine Texte schreiben lasse, komme ich so auf ca. 300 Euro Einsatz. Dann steht dass Grundgerüst der Seite. Ab 3-stelligen Einnahmen im Monat bin eigentlich zufrieden. Ich setze in den ersten Wochen eine Hand voll Links. Danach nicht mehr aktiv, außer es ergibt sich was. Ich habe früher stundenlang mit Linkbuilding verschwendet. Das macht mir keinen Spaß mehr. Ich lasse die Nischenseiten lieber langsam reifen und nutze die gewonnene Zeit für neue Projekte.

      Jeden Monat mache ich bei den Nischenseiten Kassensturz und schaue mir die Entwicklung an. Was wurde in der internen Suche eingegeben? Mein Grundgerüst steht ja, aber kann ich noch weiter in die Tiefe gehen?

      Wie viele neue Artikel ich pro Monat veröffentliche, hängt davon ab ob es eine Ratgeber oder produktbezogene Nischenseite ist. Ratgeber bekommen mehrere frische Artikel. Produktbezogene meist nur einen.

      Wie machst Du das?

      Viele Grüße
      Johannes

  3. Hi,

    bislang ehrlich gesagt noch gar nicht. Arbeite mich gerade in die Materie ein und möchte das nach und nach umsetzen.
    Das heißt Du kalkulierst quasi mit unter 1000 Euro, setzt am Anfang die Links (ich nehme an kostenfreien 🙂 und dann lässt Du das Ding ziehen bis Du auf über 100 Euro mtl. kommst?

    Das ist natürlich eine rentable Geschichte, wenn es dann auch fast immer funktioniert 🙂

    Mir ist klar dass Du ein paar Beispiele nicht öffentlich bekannt machen möchtest, interessant wäre es dennoch.

    Gruß

    • Guten Morgen Doro,

      es gibt zwar Ratgeber Seiten von mir wie http://welovebarcelona.de, in die habe ich über 2000 Euro an Content gesteckt, aber das ist eine Ausnahme.

      Wie schnell die Seite über 100 Euro springt ist gar nicht so einfach einzuschätzen. Es gab schon Projekte da hab ich vorher gedacht, das ist es, aber dann ging da gar nicht viel. Wie Du bereits angemerkt hast, es funktioniert nicht immer. Früher oder später kommt jede Seite in die Gewinnzone.

      Ja, da sind kostenfrei Links am Anfang dabei oder direkte Kontakte die man über die Jahre kennengelernt hat.

  4. Hi Johannes! Super Mehrwert! Sehr verständlich!

    Gruß Johann

  5. Hallo Johannes,
    DANKE! Das macht wieder Mut.
    Ich habe eine Produkt-Nischenseite erstellt bei der ich dachte, die ist so gut wie konkurrenzlos. Die wollte aber fast 3 Monate nicht in die Top100. Jetzt, nach 4 Monaten ranken Longtail-Keyword auf Seite 2. Ich würde nach erneuter Recherche mein ausgesuchtes Hauptkeyword glatt nochmal aussuchen. Was ist so verkehrt? Kannst du vielleicht noch ein bisschen genauer auf „SEOTCR & TAComp“ eingehen.
    Also ab welchem % Wert würdest du es auf keinen Fall angehen oder wann ist der TAComp ein Risiko. Wie sind die Beiden im Verhältnis zu werten?
    Gruß

    • Hallo Beate,
      ich mache die Auswahl einer Nische nicht abhängig von den Werten bei SEOTCR & TAComp. Es zeigt mir lediglich an, ob in der Nische schon was los ist. Am besten Du analysierst mal die umkämpften Keywords aus dem Finanz und Versicherungsbereich. Dann bekommt Du ein Gefühl um die Werte einzuordnen. Aus den Werten im SEO Competition Tool, ziehe ich persönlich mehr nutzen.

      Viele Grüße
      Johannes

  6. Guten Morgen,

    vielen Dank für diesen tollen Leitfaden. Die Artikelserie hat mir sehr geholfen, mich in das Thema Nischenseiten und Affiliate einzuarbeiten. Ich wollte das ganze selbst einmal ausprobieren aber entweder fehlt mir die Erfahrung oder der nötige Einsatz um meine Seite handgepaeck-koffer-online.de erfolgreich zu machen. Bisher kam noch nicht so viel bei rum, lediglich 10-20 Besucher am Tag.

    Gut, ich bin auch erst seit 2,5 Monaten dabei, vielleicht will ich einfach zu schnell, zu viel. Ich denke aber, dass man sich darauf fokussieren sollte und nicht so schnell aufgeben darf, gerade was das SEO angeht.

    Viele Grüße,
    Raphael

    • Hallo Raphael, erst mal Danke! 2 Monate ist noch sehr frisch. Du solltest unbedingt deine Geschwindigkeit optimieren. Dein Google Page Speed liegt bei 45, das ist sehr schwach und bietet viel Potenzial für Optimierungen.

      PS: Ich hab den Kommentar Namen von „Handgepäck Koffer“ auf deinen richtigen Namen geändert 😉 Du solltest so nicht kommentieren. Der Link ist eh No Follow und hier ist nicht die Zielgruppe für Handgepäck. Das schadet dir mehr als es hilft.

      Viele Grüße
      Johannes

      • Hallo Johannes,

        danke für deine Antwort.
        Bei dem Pagespeed bin ich mit meinem Latein am ende, habe schon einiges versucht aber da ich die Bilder z.B. direkt von Amazon beziehe, kann ich an deren Größe nichts ändern (die werden mir als zu groß angezeigt). Ich habe auch verschiedene Caching tools im Einsatz und alle meine Bilder optimiert, habe 2 Tage damit zugebracht und effektiv kam nichts dabei rum. Die Seite will einfach nicht schneller werden.. Vielleicht liegt es auch an meinem webgo Server.

        • Gut möglich das es am Server liegt. Hast du die kleineren Bilder aus dem einzeltitel Bereich im partnernet schon probiert? Htaccess auch ausgereizt?

          • Moin Moin,
            ich habe schon sämtliche Plugins ausprobiert, sämtliche code Schnipsel für die htaccess und auch direkt am Server habe ich schon sämtliche Einstellungen probiert. Die Bilder in kleinerst Auflösung habe ich ebenfalls ausprobiert. Zum einen reicht die Qualität dann nicht mehr aus, um eine ordentliche Darstellung hinzubekommen, zum anderen bringt es absolut nichts in Sachen PageSpeed. Ich vermute wirklich, dass es am Server liegt, da ich das kleinst mögliche Packet habe. Aus dem Grund habe ich mich auch nicht weiter um den Speed gekümmert, ist zwar ärgerlich aber viel machen kann ich anscheinend nicht.

          • Das ist natürlich ärgerlich. Vielleicht solltest du irgendwann den hoster wechseln.

  7. Hallo Johannes,

    super Beitrag! Meinst du es lohnt sich eine Nischenseite über Uhren zu machen?

    mfg eddi

    • Hab die Nische noch nicht betrachtet. Aber es gibt ja bestimmt eine unterkategorie. Uhren für Taucher, Uhren für Bergsteiger etc. Irgendeine Spezialisierung halt.

  8. Tolle Zusammenfassung. Mir fehlt aber eine Formel, mit der man ausrechnen kann, wie viel man im Monat grob einnehmen kann mit einer Nischenseite. Beispielsweise wenn ich bei Google auf Platz 3 komme, bei einem Keyword was 10.000 Mal im Monat gesucht wird und im Schnitt 200 Euro kostet und meine Conersation bei Amazon bei 4% liegt.

    Ich habe mal Einnahmen von einer Seite gesehen, die lag stabil bei 700 Euro im Monat. Wenn ich mir Anhand der oben genannten Daten etwaa ausgerechnet habe, kam ich monatlich nur auf 200 Euro.

    Macht Market Samurai solch eine Berechnung auch?

  9. Ui das ging ja schnell 😉 Welche Formel nutzt du da?

    • Ganz ehrlich 😉 pi mal Daumen. So genau berechne ich das gar nicht. Zumal ich den Traffic zahlen aus adwords nicht wirklich glaube. Da ist so viel Spielraum in den Daten.

  10. Dürfte ich dich dazu mal anschreiben. Hätte mal eine grobe pi msl Daumen Einschätzung von dir 😁

  11. Cooler Artikel.
    Den werde ich mir merken und mich immer mal wieder an ihm orientieren.
    Hoffe meine Seite zum Basketball wird auch mal ganz groß…!

    Weiter So!

    • Hey Gus! Deine Seite gefällt mir richtig gut. Das Design macht echt was her und hebt sich ab. Ein Affiliate Plugin für Amazon würde ich noch nutzen an deiner stelle. Außerdem solltest Du deine Affiliate Links als Werbung kenntlich machen.

      Viele Grüße
      Johannes

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