Firmenadresse mieten: Was gibt es zu beachten?

von Johannes | Letzte Aktualisierung

Jedes Unternehmen benötigt eine eigene Firmenadresse. Für Einzelunternehmer im Homeoffice ist das in der Regel die Privatadresse. Was für die Kommunikation mit den Behörden zunächst kein Problem darstellt, kann im Kundenkontakt leicht zu Stolpersteinen führen. Eine virtuelle Firmenadresse kann hier Abhilfe schaffen. Doch sollten Sie einige Dinge beachten, bevor Sie sich für die Mietung einer Geschäftsadresse entscheiden. Denn schnell können Sie in den Verdacht geraten, eine Briefkastenfirma zu betreiben.

Was ist eine virtuelle Firmenadresse?

Eine virtuelle Geschäftsadresse ist eine Anschrift, unter der ein Unternehmen postalisch zu erreichen ist. Dadurch ist es möglich, die Firmenadresse von der privaten Meldeadresse getrennt zu halten. Gerade bei Gründern und Start-ups übersteigen die Kosten für eigene Büroräume das vorhandene Budget. Die Anmietung einer Geschäftsadresse ist eine günstige Alternative für eine repräsentative Geschäftsanschrift. So ist sogar eine Firmenadresse am Flughafen möglich. Allerdings ist die virtuelle Geschäftsadresse von einem virtuellen Büro deutlich abzugrenzen. Über die Geschäftsadresse kann lediglich die Post verwaltet werden. Weitere Bürodienstleistungen oder gar Büroräume stehen Ihnen hier in der Regel nicht zur Verfügung.

Vorteile einer virtuellen Firmenadresse

Zum Leistungsspektrum der meisten Anbieter gehört ein Postservice. Das heißt, dass Empfangsmitarbeiter Ihre Sendungen entgegennehmen. Je nach Vereinbarung benachrichtigen sie Sie über die eingetroffenen Sendungen per E-Mail oder SMS. Wenn Sie es gestatten, können die Briefe auch geöffnet werden, sodass Sie direkt erfahren, worum es geht.

Das ist insbesondere dann wichtig, wenn Sie Ihr Business unterwegs verwalten und selten vor Ort sind. Eine virtuelle Geschäftsadresse kann bei Ihren Kunden und Geschäftspartnern vertrauen fördern. Unternehmen, die Ihren Sitz in bekannten und noblen Geschäftsvierteln haben, genießen einen besseren Ruf als Firmen, die in einem mehrstöckigen Mehrfamilienhaus sitzen.

Zusätzlich schützt eine virtuelle Adresse Ihre Privatsphäre. In Ihrer Kommunikation oder im Impressum Ihrer Website müssen Sie eine ladungsfähige Adresse angeben. Diese ist für jeden einsehbar. Mit einer virtuellen Geschäftsadresse müssen Sie nicht Ihren privaten Wohnsitz öffentlich präsentieren, wenn Sie keine eigenen Büroräume haben. Natürlich sparen Sie mit einer virtuellen Geschäftsadresse auch enorme Kosten im Vergleich zu einem realen oder auch virtuellen Büro.

Warum Sie Ihre Geschäftsadresse in ein virtuelles Büro verlegen sollten.

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Mögliche Nachteile einer virtuellen Firmenadresse

Sie sollten Anbieter von virtuellen Geschäftsadressen genau auf Ihre Seriosität prüfen, bevor Sie sich für eine Kooperation entscheiden. Sie müssen sich bewusst machen, dass Sie Teile Ihres Postgeheimnisses übertragen. Sehen Sie sich das Objekt, welches zur Adresse gehört, vor Ort an, erkunden Sie die Umgebung, führen Sie Gespräche mit Mitarbeitern und prüfen Sie den Anbieter nach vorhandenen Onlinebewertungen zum Beispiel über Trustpilot. Hören Sie letztlich aber auch auf Ihr Bauchgefühl. Sollte bei Ihren Kunden der Eindruck entstehen, dass es sich bei Ihrem Unternehmen nur um eine Briefkastenfirma handelt, kann das Ihrem Ruf nachhaltig schaden. Das sollten Sie dringend vermeiden.

Was kostet eine virtuelle Geschäftsadresse?

Grundsätzlich sollten Sie eine virtuelle Geschäftsadresse als Übergangslösung betrachten, bis Sie in der Lage sind, ein (virtuelles) Büro zu betreiben. Für die Anmietung einer Adresse mit Postservice müssen Sie mit etwa 70 bis 100 Euro im Monat rechnen. Je exquisiter die Lage, desto teurer auch die Adresse. Sollten Sie noch weitere Büroleistungen wie einen Telefonservice buchen wollen, kommen noch einmal ca. 100 Euro hinzu. Achten Sie bei den Verträgen darauf, dass sie alle Leistungen enthalten und keine versteckten Zusatzkosten auf Sie zukommen. Außerdem sollten Sie auf eventuelle Mindestvertragslaufzeiten und Kündigungsfristen achten.

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