PhD Studium nebenberuflich machen: Das sollte man beachten

von Johannes | Letzte Aktualisierung

Ein Doktoratsstudium neben dem Beruf kann die Karrierechancen verbessern und ein Sprungbrett für das weitere Berufsleben werden. Es ist aber auch eine Herausforderung, da man einerseits die Stundenzahl im aktuellen Jobverhältnis reduzieren muss, andererseits muss man auch im Privatleben zurückstecken. Viele fragen sich vor dem Beginn, wie genau dieser Weg aussehen wird? Welche Vorteile bietet der PhD genau und was kann man sich von einer nebenberuflichen Promotion erwarten?

Der PhD als Titel – Das macht ihn so besonders

In englischsprachigen Ländern ist der PhD (Doctor of Philosophy oder Philosophical Doctorate) der Titel für den höchsten Abschluss eines Universitäts- oder Hochschulstudiums. Die akademischen Grade und ihre Bezeichnungen wurden im Zuge der Umsetzung des Bolognaprozesses angepasst. Die bessere Vergleichbarkeit unterschiedlicher Titel unterstützt die Schaffung eines gemeinsamen Hochschulraumes in Europa.

Auch in Deutschland wurden einige Veränderungen vorgenommen, etwa die Umstellung vom Diplomstudium auf das Bachelor- und Master-System. In vielen Fachrichtungen hat der PhD auch den Doktor ersetzt, mit Ausnahme der Rechtswissenschaften und des medizinischen Studiums. Wird ein Doktoratsstudium abgeschlossen, erhält man den akademischen Titel PhD, welcher wie der Bachelor- und Mastertitel, hinten angestellt wird. Während der PhD dem Doktor-Titel gleichgesetzt und synonym verwendet werden kann, sollte man einen klassischen Doktor-Titel nicht mit PhD übersetzen. Hierfür gibt es eigene Regelungen.

Das PhD-Studium hat viele Vorteile

Den PHD berufsbegleitend zu machen, bietet den Studierenden viele Vorteile. Nach dem Masterstudium möchten viele lieber Berufserfahrung sammeln, als weiter auf der Universität zu bleiben. Regelmäßig verbessert ein Doktortitel nicht nur weiterführende Karrierechancen, sondern ist auch gut für das Gehalt. Doch neben dem Beruf ein Studium zu beginnen ist mit sehr viel Aufwand verbunden. Die jeweiligen Hochschulen bieten den Promovierenden flexible Möglichkeiten zur Gestaltung ihres Studiums an. Zudem dauert eine berufsbegleitende Promotion häufig nicht so lange wie eine „reguläre“ Promotion. Auch bei der Themenwahl für die Dissertation ergeben sich einige Vorteile. Die wissenschaftliche Arbeit orientiert sich viel enger an der praktischen Tätigkeit des Doktoranden und ist auch im Unternehmen bzw. der Wirtschaft allgemein leichter einzubringen. Die Stundenzahl im aktuellen Job muss zwar reduziert werden, die Studierenden haben aber trotzdem noch die Möglichkeit, nebenbei weiterhin Geld zu verdienen. Hochschulen, die eine berufsbegleitende Promotion anbieten, haben zudem eine geringe Präsenzzeit und keine üblichen Semesterferien. Der Doktorand hat so mehr Zeit für sein Studium und muss seine Zeiteinteilung nicht an unterrichtsfreie Zeiten anpassen.

Karriereschub - Was bringt eine Doktorarbeit? - Doku | alpha | Dissertation | Promotion

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Aufbau des Studiums

Ein PhD-Studium ist so aufgebaut, dass man keine üblichen sechs Jahre oder mehr in das Studium investieren muss. Meistens dauert das Studium zwischen zwei und drei Jahren. Je nach Hochschule kann das Studium auch unterbrochen werden, hierfür ist aber eine Absprache notwendig. Die Seminare finden direkt vor Ort statt und auch Prüfungen sind direkt auf der Universität zu absolvieren. Der Supervisor betreut beim nebenberuflichen PhD-Studium den Doktoranden intensiv und stellt eine Vertrauensperson dar. Denn neben der Dissertation müssen häufig weitere Publikationen erstellt werden und diese werden mit Absprache des Supervisors publiziert.

An wen richtet sich ein PhD-Studium?

So sehr ein PhD-Titel die Karrierechancen verbessern kann, eignet sich dieses Studium nicht für jeden und nicht für jede Branche. Wer an einer Universität arbeiten, lehren, forschen oder wissenschaftlich arbeiten möchte, muss eine Promotion machen. Ansonsten richtet sich das PhD-Studium besonders an jene in Führungspositionen, an Manager, High Potentials oder Unternehmer. Besonders beliebt sind neben naturwissenschaftlichen Bereichen wie Chemie, Physik und Biologie aber auch Management, Personal, Handel und Change-Management.

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