Ratgeber: Vorteile einer VPN-Verbindung für zu Hause

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In Zeiten zunehmender Cyber-Kriminalität ist das Thema Privatsphäre und Datenschutz im Internet immer wichtiger geworden. Unternehmen haben dies längst erkannt und setzen VPN-Netzwerke ein, um Datenverluste durch Remote-Zugriffe auf die Unternehmensserver zu vermeiden. Doch lohnt sich eine VPN-Verbindung auch für den privaten Bereich? Was ist ein VPN-Netzwerk, und welche Vorteile hat es für Privatanwender? Im Folgenden gehen wir diesen Fragen auf den Grund.

Was ist ein VPN?

VPN steht für „Virtual Private Network“ (deutsch: Virtuelles Privates Netzwerk). Mittels VPN können verschiedene Geräte in ein virtuelles, geschlossenes Kommunikationsnetz eingebunden werden. Um die Funktionsweise zu verdeutlichen, schauen wir uns ein Praxisbeispiel an. Ein Mitarbeiter eines Unternehmens möchte aus dem Home-Office auf den Firmenserver zugreifen. Der Zugriff ist aber standardmäßig auf Computer im hauseigenen Firmennetz beschränkt. Möchte ein Rechner mit einer IP-Adresse, die nicht dem Firmennetz zugeordnet werden kann, Daten vom Server abrufen, wird dieser geblockt.

Der Mitarbeiter im Home-Office hat die entsprechende VPN-Software* auf seinem Laptop installiert. Diese Software vergibt ihm nun eine spezielle IP, die vom Server so behandelt wird, als gehöre sie zum hausinternen Netz der Unternehmensniederlassung. Sämtliche Zwischenstationen der Datenübertragung vom Heimnetz des Mitarbeiters bis zum Unternehmensnetzwerk dienen als eine Art Verlängerungskabel. Der Mitarbeiter erscheint unterdessen als Teil des Netzwerks – gerade so, als würde er sich vor Ort oder am Standort befinden.

Welche Vorteile bietet ein VPN?

Die Vorteile einer VPN-Software sind vorrangig in drei Bereichen zu finden:

  • Zugriffssteuerung: Mittels eines VPNs ist es möglich, einen abgesicherten externen Zugriff auf geschlossene Netzwerke zu ermöglichen.
  • Datensicherheit: Zum Standard jeder VPN-Software gehört eine Verschlüsselung der Datenübertragung. Somit ist ein Abfangen von Daten oder das Mitlesen von E-Mails durch Dritte nicht mehr möglich.
  • Privatsphäre: Die eigene IP-Adresse ändert sich zu der des VPN-Servers, über den der Datenverkehr läuft. Dadurch findet eine „Anonymisierung“ statt.

Am obigen Beispiel haben wir gesehen, wie sich diese Vorteile in der Geschäftswelt auswirken. Doch wie kann ein VPN im privaten Bereich angewendet werden?

Anwendungsbeispiele für ein VPN Zuhause

Zunächst einmal besteht die Möglichkeit, das Heimnetzwerk mittels einer VPN-Verbindung abzusichern. Dies macht beispielsweise dann Sinn, wenn Urlaubsbilder oder -videos direkt aus dem Urlaub auf die eigene Cloud hochgeladen werden sollen. Erfolgt der Zugriff durch einen unverschlüsselten öffentlichen WLAN-Hotspot, könnten die privaten Bilder von Dritten abgefangen werden. Durch einen VPN-Tunnel kann die Datenübertragung zu jedem Zeitpunkt verschlüsselt werden. Um eine VPN-Verbindung im Heimnetzwerk einzurichten, bestehen zwei Möglichkeiten.

  1. Viele Router bieten die Option, in den internen Einstellungen einen VPN-Zugang einzurichten.
  2. Falls der Router diese Einstellung nicht hat, kann auch ein an das Heimnetzwerk angeschlossener Rechner so eingerichtet werden, dass er als VPN-Schnittstelle (Gateway) fungiert. Hierfür gibt es verschiedene Software-Lösungen wie das kostenfreie OpenVPN.

VPN für den sicheren / privaten /geschützten Zugriff auf externe Server

Neben dem eigenen Heimnetzwerk kann eine VPN-Verbindung auch zu externen Servern im Internet aufgebaut werden. Die entscheidenden Vorteile liegen hierbei in der Verschlüsselung des Datentransfers und der Anonymisierung des Zugriffs. Hierfür leitet ein VPN-Host den Traffic des Nutzers auf einen Remote-Server um. Dieser Server, der vom Host selbst betrieben wird, leitet die Anfragen an die entsprechenden Zielserver weiter. Die Identität und die ursprüngliche IP-Adresse des Nutzers wird durch die IP-Adresse des VPN-Servers verschleiert. Somit ist es dritten kaum möglich, einzusehen, welche Internetadressen oder Daten der Nutzer aufruft oder versendet.

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Das Video wird von Youtube eingebettet. Es gelten die Datenschutzerklärungen von Google.

Privatsphäre im Internet – gibt es das?

Eine VPN-Verbindung erschwert die Identifikation im Internet durch Dritte enorm und sorgt so für eine gewisse Sicherheit und Privatsphäre. Dennoch ist eine vollständige Anonymität im Internet nicht zu ermöglichen. Jede Anfrage auf einen Server hinterlässt Spuren in Form einer IP-Adresse. Im Falle des VPNs könnte der Host die IP-Adressen den Kunden zuordnen.

Im Rahmen einer polizeilichen Ermittlung können entsprechende Anbieter verpflichtet werden, Daten der Kunden herauszugeben. Dies kann sich auch auf die IP-Adressen beziehen, was den Zugriff auf eine bestimmte Website zu einer bestimmten Zeit nachvollziehbar macht. Anonymität wäre in einem solchen Fall nicht mehr gewährleistet. Darüber hinaus könnte auch ein VPN-Server gehackt und die Nutzerdaten ausgelesen werden. Auch in diesem Fall ist Anonymität nicht mehr gegeben.

Ist die Nutzung einer VPN-Verbindung überhaupt legal

Die Nutzung einer VPN-Verbindung stellt an sich noch keine strafbare Handlung dar. Jeder hat das Recht, seine Identität auch im Internet vor Dritten zu vergeben und seine Daten zu verschlüsseln. Allerdings könnte der Grund für die Anonymisierung mit einer strafbaren Handlung zusammenhängen. Hierbei ist an erster Stelle illegales Filesharing zu nennen. Nutzer sollten sich bewusst sein, dass ein VPN sie im Zweifel vor den Strafverfolgungsbehörden nicht schützt.

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